Willkommen bei der Tafel Frankenberg e.V.

Lebensmittel retten. Menschen helfen.

, Hoffmann Werner

Effektiv helfen dank SmartPhone

Tafel Frankenberg setzt als erste in Deutschland eine eigene App ein. Die Frankenberger Tafel unterstützt aktuell 926 armutsbetroffene Menschen, darunter 282 Kinder, mit einer Zusatzversorgung an Lebensmitteln, gespendet von Märkten und Bäckereien in der Region ...

Frankenberg Die Frankenberger Tafel unterstützt aktuell 926 armutsbetroffene Menschen, darunter 282 Kinder, mit einer Zusatzversorgung an Lebensmitteln, gespendet von Märkten und Bäckereien in der Region. Sie hat seit Wochen wieder ihre Leistungsgrenze erreicht, musste einen Aufnahme-Stopp verhängen und führt aktuell eine Warteliste für 65 Bedarfsgemeinschaften mit insgesamt 183 Personen. „Ohne unsere 120 Ehrenamtlichen wäre der Tafel-Betrieb gar nicht möglich, sie sind die wahren Heldinnen und Helden des Alltags. Und die verdienen Anerkennung und Wertschätzung!“ betont Werner Hoffmann, Vorsitzender des gemeinnützigen Vereins Tafel Frankenberg.

Um den Tafelbetrieb mit Laden in der Auestraße und vier Ausgabestellen in Frankenberg, Battenberg, Hallenberg und Gemünden für alle Spender, Helfenden und Kunden zu unterstützen, setzt der Verein bereits seit dem Frühjahr erfolgreich digitale Hilfsmittel mit Software der „eco-Plattform“ zur Organisation der Spendenprozesse ein (HNA berichtete). Nun hat Werner Hoffmann für die Tafel Frankenberg in Deutschland eine eigene Smartphone-App entwickelt, in der nach dem Baukastenprinzip alle wichtigen Informationen der Ehrenamtlichen und Tafel-Kunden vernetzt sind. Fördermittel des Vereins „Stifter helfen“, der gemeinnützige Organisationen mit moderner IT unterstützt, ermöglichten den Einsatz dieser Plattform. „Wir sind die erste Tafel in Deutschland, die über eine solche App verfügt“, stellte Werner Hoffmann nicht ohne Stolz fest.

Der Startbildschirm informiert über anstehende Termine wie zum Beispiel die Lebensmittelausgabe, über die Buttons können weitere Informationen zur Unterstützung und Spenden-Möglichkeiten angezeigt werden. Für Tafel-Kunden wurde ein eigenständiges Menü mit einer Übersicht der Abholtermine an allen Orten integriert. Sie können bequem ihre aktuellen Unterlagen hochladen, um die Abholberechtigung von Lebensmitteln zu verlängern. „Da die meisten Kunden ein Handy haben, können wir sie so wesentlich effektiver informieren“, erklärt der Tafel-Sprecher.

Alle Tafel-Mitarbeiter kommunizieren künftig in eigenen Chats. Es gibt einen Melder, falls es beispielsweise bei den Transportfahrzeugen unterwegs Probleme gibt. Werner Hoffmann hat auch Push-Nachrichten vorgesehen. „Sie informieren unsere Leute, falls plötzlich Hilfskräfte ausfallen.“ Auch den Sponsoren, die den Tafelverein mit nicht mehr verkauften, aber noch einwandfreien Lebensmitteln versorgen und damit einen Teil der sozialen Verantwortung mittragen, widmete er einen eigenen Menüpunkt.

Hoffmann bedauert allerdings, dass trotz steigender Nachfrage die Menge an gespendeten Lebensmitteln stetig zurückgegangen sei. Tafeln helfen sich deshalb untereinander aus, kaufen aber prinzipiell keine Lebensmittel hinzu. „Für die Aufrechterhaltung des Tafel-Betriebs benötigen wir aber weiterhin regelmäßige Geldspenden, um die Fixkosten für Miete, Energie, Fahrzeuge usw. zahlen zu können“, sagt der Vorsitzende des Tafel-Vereins. Für eines der Tafel-Kühlfahrzeug stehe in Kürze eine Ersatzbeschaffung an, bei der Kosten in der Größenordnung von 60- bis 70-tausend Euro entstehen würden.

Die SmartPhone-App kann unter der Adresse "https://qrcode.appack.de/tafel-frankenberg" heruntergeladen werden. 

HNA - Frankenberger Allgemeine vom 15.10.2025  Bericht und Fotos: Karl-Hermann Völker