Willkommen bei der Tafel Frankenberg e.V.

Verteilen statt vernichten!

, Hoffmann Werner

Solidarität gerade in Krisenzeiten

Muslimische Amadiyya-Jugend überreichte Lebensmittel an Tafel Frankenberg

Eine Nahrungsmittelspende hat jetzt die Ahmadiyya Jugend Frankenberg der Tafel Frankenberg übergeben. „Unsere Gemeindemitglieder haben sie gesammelt und dabei Wert darauf gelegt, dass es nicht verderbliche Waren sind, die man verteilen kann, wenn einmal aktuell nicht genügend Frischware zur Verfügung steht“, erklärte der Vorsitzende der muslimischen Ahmadiyya-Jugendgemeinde, Nadi Ahmad, als er die Nahrungsprodukte an Dekanin Petra Hegmann im Tafelladen Auestraße 19 übergab.

 Die Vorsitzende des gemeinnützigen Vereins Tafel Frankenberg bedankte sich über dieses erneute Geschenk, denn bereits im vergangenen September hatten die Mitglieder der muslimischen Jugendgemeinde die Arbeit der Hilfseinrichtung mit einer Lebensmittelspende unterstützt. „Gerade in Krisenzeiten sehen wir es als unsere Pflicht an, Solidarität zu zeigen und unseren Dienst an der Gesellschaft zu leisten“, erklärten die beiden Sprecher der muslimischen Jugendorganisation, Nadi und Muneeb Ahmad.

Trotz der Corona-Pandemie hat der Frankenberger Tafelladen seinen Betrieb während der Wintermonate mit eingeschränktem Personal und unter Einhaltung der Hygieneregeln, insbesondere durch Terminvergaben und Ausgabe jeweils auch nur an Einzelpersonen, aufrechterhalten, wie Dekanin Petra Hegmann während des Spendenübergabe-Termins auf Anfrage der HNA erklärte. Sie nutzte den Anlass für „ein großes Dankeschön an das Tafel-Team“ und schilderte die Situation: „Die Ehrenamtlichen arbeiten unter erschwerten Rahmenbedingungen. Trotzdem sind sie für unsere Kundinnen und Kunden da und zeigen viel Herz für die Tafelarbeit. Ohne dieses Engagement könnten wir zumachen.“

Gleichzeitig äußerte die Vorsitzende des Frankenberger Tafelvereins Dank an alle Förderer, Märkte und Läden, die allwöchentlich Waren zur Verfügung stellten. „Als gemeinnützige Einrichtung wollen wir einen Ausgleich zwischen Überfluss und Mangel schaffen. Wir geben einwandfreie Lebensmittel, die nicht mehr verkauft oder verbraucht werden, weiter an benachteiligte Menschen. Gleichzeitig ist unsere Tafel auch ein sozialer Anlaufpunkt.“ Derzeit würden von der Tafel 750 bedürftige Menschen in Frankenberg und Umgebung mit Lebensmitteln versorgt. Der Tafelverein freue sich auch über Spenden, die für die Kundinnen und Kunden direkt zum Tafelladen gebracht würden, sagte Petra Hegmann.  „Es ist aber nicht jeden Tag jemand vor Ort. Darum bitten wir dringend darum, Sachspenden nicht einfach ohne Rücksprache vor der Tür abzustellen, wo sie witterungsbedingt Schaden nehmen könnten.“ Sie rät, in solchen Fällen die Öffnungstage Dienstag und Donnerstag in der Zeit zwischen 9 und 16 Uhr zu nutzen. Besonders geachtet werden müsse auch auf einen guten, gebrauchsfähigen Zustand der zugedachten Dinge.

Quelle: HNA vom 01.02.2021 Text und Foto von Karl-Hermann Völker